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HVV-Sommerfahrplan 1978


Den Sommerfahrplan des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) aus dem Jahr 1978 besitze ich noch aus meiner Kindheit. Ich bekam ihn 1979 von meinen Großeltern, die in Wandsbek-Gartenstadt wohnten.

In diesem Fahrplanbuch sind einige Verkehrsmittel enthalten, die ich leider nicht mehr kennengelernt habe, so z.B. die Straßenbahnlinie 2, die von Schnelsen über Niendorf, Lokstedt, Hoheluftbrücke und den Rathausmarkt zum Hauptbahnhof fuhr.

Sie verkehrte überwiegend im 5-Minuten-Takt und benötigte für die Gesamtstrecke 43 Minuten, für den Abschnitt von Niendorf-Markt bis zum Rathausmarkt 28 Minuten, am Wochenende dagegen für die Gesamtstrecke nur 38 Minuten und für den Abschnitt von Niendorf-Markt bis zum Rathausmarkt nur 25 Minuten.

Der Linienverkehr der Alsterschiffe wurde zwar erst in den 1980er-Jahren zuerst mit den Zuschlägen wie für 1.Klasse und Schnellbusse belegt und dann ganz eingestellt, jedoch habe ich vorher nie die Gelegenheit genutzt, mit dem HVV-Fahrausweis auf der Alster zu fahren.

Mit dem gewöhnlichen HVV-Verbundfahrausweis ohne Zuschläge konnte man mit der Linie 51 im 30-Minuten-Takt vom Jungfernstieg in 33 Minuten zum Winterhuder Fährhaus fahren, mit der Linie 51 in 35 Minuten zum Alsteranleger Saarlandstraße. Zur Hauptverkehrszeit wurde der Takt sogar auf 20 Minuten verdichtet.

Die Tageskarte für die Benutzung sämtlicher HVV-Verkehrsmittel innerhalb des Tarifgebietes 2 (das ist das heutige Tarifgebiet "Großbereich Hamburg") von 09:00 Uhr des Kaufdatums bis 04:30 Uhr des Folgetages kostete 4,- DM, der Zuschlag für die Benutzung der 1.Klasse und der Schnellbusse 70 Pfennig.

Eine Tageskarte für den gesamten Verbundraum des HVV wurde jedoch nicht angeboten.

Wie man dem Schnellverkehrsplan (unten) entnehmen kann, waren 1978 die S-Bahn-Haltepunkte Königstraße und Reeperbahn noch nicht eröffnet. Statt dessen pendelte eine Linie mit der Bezeichnung S10 im 5-Minuten-Takt zwischen dem Hauptbahnhof und Landungsbrücken (über Jungfernstieg). Meine Großmutter warnte davor, in diese Züge einzusteigen, da sie nahezu menschenleer seien.

Jedoch habe ich auch diese Linie nicht mehr kennengelernt. Und leider ebensowenig die Situation des Bahnhofs Altona vor Eröffnung der unterirdischen S-Bahn-Anlagen.

Wie man in dem Bild oben sieht, habe ich damals darin auch herumgekritzelt, z.B. einzelne der diversen Tarifzonen eingezeichnet.

Was mich damals als 10jähriger Bub offensichtlich am meisten fasziniert hat, war die Art und Weise, wie die Linienbänder der U- und S-Bahnen in der Übersichtskarte übereinandergezeichnet worden waren. Denn die Überdeckung der einzelnen Linien war weder zufällig noch gab sie die jeweiligen tatsächlichen Gegebenheiten wieder, sondern sie war so, als hätte man die einzelnen Linienbänder einzeln aufeinandergelegt und das Ergebnis abphotographiert.

So habe ich dann (siehe Ausschnitt links) numeriert, in welcher Reihenfolge man wohl die Linienbänder aufeinandergelegt hat. So liegt die Linie U1 als erste der Linienbänder unter allen anderen drunter, während die Linie U3 als oberste Linie auf allen anderen draufliegt.

Immerhin habe ich keine Blätter aus dem Fahrplan herausgetrennt, obwohl die Seiten zum Heraustrennen vorbereitet waren. Jede einzelne Seite hat zur Buchmitte eine Perforation. Auf diversen Seiten im Fahrplanbuch wird zudem darauf hingewiesen, daß sich jede Seite einzeln heraustrennen läßt.



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