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Aus meinem Bücherregal

Denkender Falk-Plan Hamburg 1966


"Denkender Falk-Plan" nannte der Falk-Verlag seinen Stadtplan von Hamburg und dem umliegenden Gemeinden. Mir liegt das Exemplar von 1966 vor, das ich als Kind meiner Großmutter abgeschwatzt habe. Er ist in der jahrelang verwendeten Faltung des Falk-Verlags gefaltet, die als "Patentfaltung" bezeichnet wurde, auch nachdem die Schutzfrist der Patentanmeldung längst abgelaufen war.

Mich hat diese Falttechnik des Falk-Verlags stets fasziniert, und ich bin auch heute noch davon begeistert, wie einfach mal sich damit auf dem großen Plan zurechtfinden kann, ohne ihn auseinanderfalten zu müssen. Doch viele Menschen in meinem Umfeld, vor allen die Erwachsenen, hat die "Patentfaltung" des Falk-Verlags zuverlässig zum Verzweifeln gebracht.

Der Falk-Plan Hamburgs von 1966 gibt den Einblick in eine vergangene Welt, als noch Züge mit Dampflokomotiven fuhren, wesentliche Strecken der U-Bahn noch in Bau waren oder noch gar nicht existierten, die Straßenringe noch nicht ausgebaut waren und auch die City Nord am Stadtpark noch eine große Baustelle war.

Ich vergleiche den Plan mit dem Falk-Plan "Großraum Hamburg" aus dem Jahr 1986 und stelle fest, daß es sich tatsächlich um denselben (natürlich aktualisierten) Plan handelt: Die Einteilung der Seiten ist exakt gleich, auch die Nebenkarten sind in derselben Weise numeriert und beinhalten dieselben Planausschnitte. Offensichtlich hat lediglich eine Namensänderung von "Denkender Falk-Plan" in "Großraum-Stadtplan" stattgefunden.

Der Vergleich der beiden Pläne, die 20 Jahre auseinanderliegen, zeigt nicht nur, was sich in der Zwischenzeit im Straßennetz und in der Bebauung der Stadt Hamburg alles verändert hat, es zeigt auch die unterschiedliche graphische Ausgestaltung der Pläne des Falk-Verlags in den verschienen Jahrzehnten: Straßen haben andere Farben, S-Bahn- und U-Bahn-Linien andere Strichlierungen, die Symbole der Bahnhöfe und die Schriftarten sind unterschiedlich. Doch obwohl alle diese graphischen Elemente im neueren Plan anders ausgeprägt sind, befinden sie sich überwiegend an derselben Stelle. Es ist sogar so, daß von manchen Beschriften in beiden Plänen exakt dieselben Buchstaben in Straßen hineinragen.

Wie ist es möglich, in einem Stadtplan aus dem Jahr 1966 die Symbolik und die Signaturen zu ändern, ohne ihn vollständig neu (und damit anders) zu zeichnen? Selbst, wenn der Plan von 1966 bereits mit den damaligen Mittern der Informationstechnologie digital erstellt wurde, so dürfte dieses Datenformat wohl kaum in die technische Entwicklung des Jahres 1986 gepasst haben, oder? Doch tatsächlich sieht es so aus, als hätte man die gleichbleibenden graphischen Primitive eines geographischen Informationssystems einfach nur mit zwei unterschiedlichen Style-Anwendungen ausgeplottet.

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